the bottomline verschmilzt minimalistische Piano- und Schlagzeugstrukturen mit elektronischen Beats und dunkler Gesangspoesie – musikalisch anspruchsvoll und künstlerisch eigenständig.
Seit der Gründung 2016 arbeiten Franzis Lating (Klavier, Gesang) und Johannes Elia Nuß (Schlagzeug, Live-Elektronik) daran, Jazztraditionen neu zu deuten. Ihre Musik bewegt sich zwischen kammermusikalischer Ästhetik, Trip-Hop-Rhythmen und improvisatorischer Jazzdichte, stets getragen von atmosphärischer Klarheit.
Ihre Alben, darunter „Forgotten Stars“ (2022), erkunden Fragen nach Macht, Identität und Sehnsucht, erzählt in sich überlagernden Klavierlandschaften und pulsierenden Drums. Das Piano verbindet sich mit spoken-word-ähnlichem Gesang und elektronischen Texturen und schafft ein gebrochenes Klanguniversum zwischen Dystopie und Hoffnung.
Live verlagert sich dieses Spannungsfeld in sakrale Räume, etwa in die OFF Church Düsseldorf oder in die Kartäuserkirche Köln. Dort entstanden Aufnahmen für ihre Live-Video-Reihe, die Pianokammerkunst mit minimalistischer Elektronik und konsequenter Performance verschmilzt. Kritikerinnen und Kritiker beschreiben ihre Konzerte als „kluges Klangabenteuer“, Avantgarde-Ritual und audiophile Reise.
Ihr jüngstes Schaffen reflektiert aktuelle politische und zwischenmenschliche Themen, ohne verkopft zu wirken, vielmehr mit loopbasiertem Flow und improvisatorischer Offenheit. the bottomline schafft intime Konzerterlebnisse, die Jazz, Clubästhetik und Performancekunst neu kombinieren, eine nahezu meditative Fusion für Kopf und Körper.